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Mammutwoche für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Abteilung Östringen


Mammutwoche für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Abteilung Östringen


Nicht weniger als 11 Einsätze hatte die Feuerwehr der Kernstadt innerhalb von 8 Tagen zu bewältigen.

Bereits am 06.08.2010 wurden die Floriansjünger 3x innerhalb von 12 Stunden auf den Plan gerufen. Neben zwei Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen am Morgen dieses Freitags, konnte man nach eingehender Erkundung auch die am späten Abend alarmierte Rauchentwicklung in der Hebelstraße als Fehlalarm verbuchen.

Am darauf folgenden Samstag wurde die Feuerwehr wieder Abends gegen 23:00 zu einem PKW alarmiert. Der PKW, welcher ziemlich nahe an einem Haus geparkt war, brannte beim Eintreffen der Kräfte hauptsächlich im Motorraum, wobei drohte dass sich die Flammen in den Innenraum durchfressen. Auch Dank des Eigentümers könnte das Feuer jedoch schnell gelöscht werden.

Der Sonntag konnte dann als „Ruhetag“ verbucht werden, aber am Montag ließ eine weitere Alarmeirung nicht lange auf sich warten. Gegen 21:00 wurden zuerst der Kommandant Jürgen Bordt, sowie der stellv. Abteilungsleiter Andreas Kurz alarmiert um einen, mit verschiedensten Chemikalien verseuchten Kellerraum und eine Dachwohnung in Augenschein zu nehmen. Wie sich herausstellte, waren die unterschiedlichsten Laborate stellenweise absolut mangelhaft gelagert worden, worauf man sich auf die Hinzuziehung eines Chemieexperten der Feuerwehr Stutensee einigte.

Dieser bestand nach in Augenscheinnahme auf die unverzügliche Räumung des Kellers und auch der Dachwohnung. Unter seinen Anweisungen wurden die beiden Räumlichkeiten durch die Mitglieder der Abteilungswehr, welche zwischenzeitlich alarmiert wurden, unter Atemschutzgeräten von den Gefahrstoffen befreit.

Die am Tag darauf informierten Kriminalbeamten des Landeskriminalamtes nahmen die Stoffe in Augenschein und mussten überrascht feststellen, dass es sich bei einigen geborgenen Gebinden um „Sprengstoff“ handelt, welcher noch am selben Tag kontrolliert zur Explosion gebracht wurde. Im weiteren Verlauf wurde die Wohnung erneut untersucht und weitere „explosive“ und als „sehr brisant“ einzustufende Päckchen gefunden, wonach dann das Gebäude komplett evakuiert wurde. Während dieser Maßnahme erreichte die Einsatzkräfte ein Funkruf, dass sich in der Volksbank eine eingeschlossene Person befinden Würde und diese den Vorraum auf Grund eines technischen Defektes der Tür die Bank nicht verlassen kann. Die abgezogenen Einsatzkräfte eilten zu dieser Bank und konnten glücklicherweise feststellen, dass die Person bereits wieder im Freien war.

Leider sollte das nicht alles gewesen sein. Bei Aufräumarbeiten im Keller, einen Tag nach der Durchsuchung kam es Mittags zu einer kleineren Explosion, bei welcher zwei Personen leichte Verletzungen davon getragen haben.

Die darauf erneut alarmierten Beamten des LKA untersuchten die Räumlichkeiten erneut und fanden auch noch Reste des Sprengstoffes, worauf man sich entschied, die Wohnung und der Keller dann vollständig zu räumen, um jede weitere Gefahr auszuschließen. Mit dieser Maßnahme wurde dann am späten Abend begonnen. Am Donnerstag und Freitag wurden diese Arbeiten fortgesetzt. Am Freitag wurde ein noch größeres Päckchen gefunden, welches unter Vollschutzanzug von einem Beamten des LKA in den nahe gelegenen Wald verbracht und dort kontrolliert gezündet wurde.

Letztlich wurde sowohl der Keller, als auch die DG Wohnung komplett entrümpelt und dafür gesorgt, dass sich keine weiteren Gefahrstoffe im Wohnbereich befinden.

Die seelische Versorgung der Anwohner und der Einsatzkräfte wurden von der Abteilungsinternen Seelsorgerin, Kameradin Maria Kurz sehr vorbildlich durchgeführt.

Am vergangenen Samstag wurde die Abteilung dann unter dem Alarmstichwort „Technische Hilfeleistung“ nach Tiefenbach alarmiert, wo in den steilen Hängen der Weinberge ein Weinbergschlepper umgestürzt und ca. 20 Meter den Abhang hinunter gerutscht war. Diesen galt es, gemeinsam mit den Kameraden aus Tiefenbach zu bergen. Der Fahrer war beim Eintreffen bereits auf dem Weg in Krankenhaus.

Alles in allem wurde die Abteilung wie bereits erwähnt 11 Mal innerhalb von 8 Tagen alarmiert. Die durchschnittlich 10 Einsatzkräfte mussten in diesen 8 Tagen Sage und Schreibe 385 Stunden aufwenden, um diesen Lagen Herr zu werden.

Alle Kräfte bedanken sich recht herzlich bei der Notfallhilfe des DRK Östringen, der Polizei und letztlich bei allen Anwohnern für die hervorragende Versorgung und der sehr vorbildlichen Zusammenarbeit

 

Ihre Freiwillige Feuerwehr Stadt Östringen – Abteilung Östringen

 

(stellv. Kommandant Andreas Kurz - Östringer Stadtnachrichten KW 34)

 

 





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