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Unwetterwarnungen


Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg seit dem Jahr 2014

Einbaupflicht für

     Neu- und Umbauten: ab 23.07.2013
     bestehende Gebäude: bis 31.12.2014

Für welche Räume gilt die Einbaupflicht?

     mindestens je 1 Rauchmelder für Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen
     mindestens je 1 Rauchmelder für Flure und Treppen innerhalb von Wohnungen, die als Fluchtwege dienen

Wer ist für den Einbau und den Betrieb der Rauchwarnmelder zuständig?

     Einbau: Verantwortlich für den Einbau der Rauchwarnmelder ist der Eigentümer des Hauses / der Wohnung. Die Verpflichtung der Eigentümer erstreckt sich ggf. auch auf den Austausch nicht mehr funktionstüchtiger Rauchwarnmelder durch neue Geräte. 
     Betrieb / Wartung: Für die Wartung, d.h. rechtzeitiger Batteriewechsel, regelmäßige Test des Rauchwarnmelders und Wartung ist der Bewohner / Mieter verantwortlich. Dies gilt nicht, wenn schriftlich vereinbart wird, dass der Eigentümer die Wartung übernimmt.

Welche Eigenschaften müssen die zu installierenden Rauchwarnmelder aufweisen?

Rauchwarnmelder werden nach der Norm DIN EN 14604 in Verkehr gebracht und tragen ein entsprechendes CE-Zeichen.

Warum tritt diese Pflicht in Kraft?
Jährlich sterben rund 400 Menschen in Deutschland bei Bränden, die Mehrzahl von ihnen in Privathaushalten. 95 Prozent fallen dabei nicht den Flammen zum Opfer sondern einer Rauchvergiftung. Rauchwarnmelder können diese Gefahren reduzieren. Sie warnen zuverlässig, auch im Schlaf, vor Brandrauch und geben ihnen die Möglichkeit sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu rufen.

 Link: Weitere Infos auf der Homepage des Bundeslandes Baden-Württembergs

 

Warum ist Brandrauch so gefährlich?

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Haus brennt es - und keiner wacht auf...
Rauch tötet leise und heimtückisch. Der alte Aberglaube, dass man im Schlafe vom Rauch geweckt werde, wird durch jährlich ca. 600 Brandtote in der Bundesrepublik eindeutig widerlegt. Wenn sich der giftige Rauch erst einmal ausgebreitet hat, wachen Schlafende meist nicht mehr oder zu spät auf. Bei einem Brand bilden sich die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, die Sie unbemerkt im Schlaf inhalieren. Wenige Atemzüge, mit denen Sie das Gas in ihre Lunge transportieren, sind tödlich!
Sie sterben in knapp zwei Minuten!

Hier ein paar Fakten:

     Rund 230.000 Brände gibt es jährlich in Deutschland - die Mehrzahl davon ausgelöst durch technische Defekte (Kurzschluss, Kabelbrand)
     80 Prozent dieser Brände finden in privaten Haushalten statt
     Ca. 400 Menschen kommen dabei jedes Jahr ums Leben
     Ein Drittel der Opfer sind Kinder!
     95 Prozent aller Brandopfer sterben an einer Rauchgasvergiftung

 

Ein Rauchmelder jedoch erkennt frühzeitig den entstehenden Brand und warnt durch einen lauten pulsierenden Ton mit ca. 85 dB.
Sie und Ihre Familie werden geweckt und können, solange die Fluchtwege noch frei sind, den Gefahrenbereich verlassen.

In England, Norwegen und den USA sind solche Rauchmelder seit einigen Jahren Pflicht. Fast alle Gebäude - egal ob privat, öffentlich oder gewerblich - sind mittlerweile mit Rauchmeldern ausgestattet. Die Folge: Die Zahl der Toten durch Brände in den eigenen vier Wänden ging um ca. 30 - 40 % zurück.

Übertragen auf deutsche Verhältnisse bedeutet das:
Etwa 250 Menschen jährlich könnten ihr Leben retten, würden sie nur früh genug vor den Flammen gewarnt werden!
 

Wie funktioniert ein optischer Rauchmelder?

Die Sensoren eines Rauchmelders arbeiten nach dem optischen Prinzip, d.h. in der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Prinzip ermöglicht es, dass ein optischer Rauchmelder zuverlässig im Brandfall warnen kann, ohne bei leichtem Rauch (zum Beispiel von Zigaretten) Fehlalarm zu schlagen.
 

Wo installiert man Rauchwarnmelder?

   

Primär sollen Rauchwarnmelder in Räumen angebracht werden, in denen Personen schlafen, sich aufhalten und in denen es zu einer Brandzündung kommen kann. Auch in Räumen, in denen sich nur zeitweise Personen aufhalten, und in denen es zu Brandzündungen kommen kann, sind Rauchwarnmelder empfehlenswert.

Mindestausstattung
- Je ein Rauchwarnmelder in Flur, Schlafzimmer, Kinderzimmer
- Ein Rauchwarnmelder in der Küche
- Bei offener Verbindung mehrerer Geschosse
- mindestens ein Rauchwarnmelder pro Etage empfohlen

Optimale Ausstattung
Zusätzliche Installation von Rauchwarnmeldern in den anderen Wohnräumen, in Werkräumen, Hauswirtschaftsräumen und Räumen, in denen eine Brandzündung denkbar ist.

Da rund 30 % der Wohnungsbrände in Küchen entstehen, sollte hier ein Rauchwarnmelder zur Mindestausstattung gehören. In kleineren Wohnungen können Personen das Alarmsignal eines Rauchwarnmelders hören, wenn sie sich im Raum oder in Nachbarräumen aufhalten. In größeren Wohnungen oder in Wohnhäusern ist es sinnvoll, die in den einzelnen Räumen installierten Rauchwarnmelder durch Funk- oder Drahtverbindungen so zusammenzuschalten, dass beim Ansprechen eines Rauchwarnmelders auch die anderen Melder das Alarmsignal abgeben; das Alarmsignal kann damit im gesamten Wohnbereich bemerkt werden. Bestimmte Rauchwarnmelder können auch auf Melderzentralen aufgeschaltet werden, von denen dann Schaltvorgänge, z.B. Ingangsetzen von Telefonwählautomaten u. Ä., durchgeführt oder ausgelöst werden. Vor allem in Neubauten empfiehlt es sich, anstelle von Rauchwarnmeldern mit Einzelbatterien solche mit Anschluss an das Stromnetz zu installieren, da hier die Leitungen problemlos unter Putz gelegt werden können. Detaillierte Angaben zur Anordnung von Rauchwarnmeldern enthalten die DIN 14676 „Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung – Einbau, Betrieb und Instandhaltung“ (08.2006) und die Einbauanweisungen der Hersteller. Die DIN-Norm ist beim Beuth Verlag GmbH, Berlin, zu beziehen.

Worauf ist bei der Installation zu achten?

Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:

Befestigen Sie Rauchmelder...
     immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt
     an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt
     nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft
     nicht in der Dachspitze
     nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht
 

Was kostet ein Rauchmelder?

Rauchmelder sind recht preiswert (in Baumärkten, Elektrofachhandel, im Brandschutz- und Sicherheitsfachhandel oder Supermarkt-Discountern schon ab ca. 5-10 €) zu erwerben. Um sicherzugehen, dass Sie einen geprüften Melder kaufen, achten Sie bitte auf die DIN "EN 14604", ein entsprechendes "CE"-Zeichen und das "VdS"-Prüfsiegel. Diese Melder wurden vom "Verband der Sachversicherer" (VdS) geprüft. Sie schlagen auch schon bei niedrigen Rauchkonzentrationen an - was bei manchem Billig-Import aus Fernost nicht immer gewährleistet ist. Für Gehörlose gibt es auch Rauchwarnmelder, die mit Blitzeinrichtungen und Rüttelkissen verbunden werden.

Was ist beim Kauf noch zu beachten?

     Funktionsweise auf fotooptischer Basis
     Warnfunktion bei nachlassender Batterieleistung
     VdS-Prüfung nach DIN EN 14604 (10.2005)
     ggf. Zusammenschaltbarkeit durch Draht oder Funk
     Testknopf zur Funktionsüberprüfung
   

   Rauchmelder sollten zwingend das VdS-Prüfzeichen nach DIN EN 14604 haben.


Weitere Fragen zum Thema Rauchmelder?

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Rauchmelder, deren Kauf sowie deren sinnvollen Installation beraten wir Sie gerne ausführlich.
Kontaktieren Sie uns hierzu einfach über das Kontaktformular auf der Homepage.

Das folgende Diagramm zeigt auf, dass die Zahl der Brandopfer, in Ländern in denen Rauchmelder verbreitet sind, drastisch zurückgegangen ist: